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Treffen der deutschsprachigen Delegierten von UN-FOE-PRAE in der Schweiz
In den Tagen um Fronleichnam 2006 trafen sich Delegierte der UN-FOE-PRAE (Universalis Foederatio Praesepistica) aus fünf Ländern mit ihren Partnerinnen und Partnern in der Schweiz. Neben einem reichen Besichtigungsprogramm blieb viel Zeit, um sich besser kennen zu lernen und für den gegenseitigen Gedankenaustausch. An einer eigentlichen Sitzung am Samstagmorgen wurden speziell Fragen und Probleme der UN-FOE-PRAE erörtert.
Schon wiederholt wurde im Kreise der deutschsprachigen UFP-Delegierten der Wunsch geäussert, sich einmal zu einem Gedankenaustausch zu treffen. Die Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung der Krippenfreunde, Yolanda Reinhard, ergriff dazu die Initiative. In ihrer Einladung in die Zentralschweiz für die Zeit vom 14. bis 18. Juni 2006 stellte sie auch ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm vor. Natürlich durften darin die Weihnachtskrippen nicht fehlen, doch sollten daneben auch Besichtigungen anderer Sehenswürdigkeiten und Gespräche ausreichend Platz haben.
Delegierte aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Südtirol und der Schweiz folgten ihrem Ruf. Untergebracht waren sie in einem Gasthaus im Engelbergertal mit mittelalterlichem Wohnturm und eigenem Bahnanschluss. Zur vollständigen Idylle gefehlt habe eigentlich nur das Alphorn, wie ein Beteiligter meinte. - Begonnen hatte das Treffen in Einsiedeln, wo der Besuch des Dioramas Bethlehem auf dem Programm stand. Mit über 450 handgeschnitzten und orientalisch gekleideten Figuren wird hier das Weihnachtsgeschehen von der Geburt Christi bis zur Flucht nach Ägypten dargestellt. Anschliessend gingen die einen in die Vesper, die am Vorabend von Fronleichnam besonders feierlich gehalten wurde und zum berühmten Einsiedler Salve Regina in die Gnadenkapelle, während andere sich dem kühlen Trunke vor der prächtigen barocken Klosterfassade widmeten, bevor man nach Wolfenschiessen zur Nachtherberge aufbrach.
Verbunden mit einer Kutschenfahrt durch das hügelige Freiamt war für den nächsten Tag der Besuch der Klöster Muri, Hermetschwil und Frauental geplant. Besondere Aufmerksamkeit fanden die rund 40 spätbarocken, bekleideten Krippenfiguren aus Wachs, die ein französischer Kanthäuserflüchtling zusammen mit den Klosterfrauen in den 1790er Jahren geschaffen hat. Dass neben vornehmen, höfisch gekleideten Damen und Herren auch ein Bischof in vollem Ornat mit seinen Ministranten zum Jesuskind eilte, verwunderte ebenso wenig wie am nächsten Tag, dass in der Krippe des Frauenklosters Maria Rickenbach einige Kapuziner in Kutte und Benediktiner im Habit in das „Gloria“ der Engel einstimmen. Besichtigungen in Luzern, in Engelberg, in Stans (Winkelried) und in Sachseln (Grab des hl. Bruder Klaus) bildeten weitere Programmpunkte der folgenden Tage.
Am Samstagmorgen war im Staatsarchiv Nidwalden in Stans die Sitzung der Delegierten angesetzt. Dabei ging es um die UFP. Diskutiert wurde unter anderem, ob und wie der internationale Verband zu erneuern wäre, um ihn an internationale Standards heranzuführen. Als erstes wurde beschlossen, für UFP einen Internet-Auftritt zu gestalten, wofür die anwesenden Verbände die Kosten tragen wollen. Damit hofft man einen ersten Schritt in die richtige Richtung zu tun.
Natürlich wurde in diesen Tagen auch ausgiebig getafelt, sei es daheim bei der Präsidentin, wo auch Abt Berchtold vom Kloster Engelberg zu den Gästen stiess, oder sei es unter den Kastanienbäumen an der Reuss bei Sins, in luftiger Höhe auf der Musenalp, im Schiffsrestaurant auf dem Vierwaldstätter-See, im schönen Garten der Rosenburg zu Stans und zum Abschluss der Zusammenkunft im Jugendstilhotel Pax-Montana im Flüeli/Ranft.